Teil 8: Gut vernetzt für die berufliche Karriere

Teil 8: Gut vernetzt für die berufliche Karriere

Der Weg zur erfolgreichen Bewerbung:
Warum Netzwerken für die Karriere entscheidend sein kann

Wer viele Leute kennt, ist auch vielen Leuten bekannt. Diese einfache Formel spielt bei der Jobsuche und bei der Karriere häufig eine wichtige Rolle, denn je mehr Leute von Ihren Qualifikationen und Ihren Fähigkeiten wissen, desto größer ist Ihre Chance, von vakanten Stellen zu erfahren, lange bevor andere Bewerber auf die Stelle aufmerksam werden.

Ist in einem Unternehmen eine Position neu zu besetzen, so wird in der Regel zuerst unternehmensintern nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Im zweiten Schritt überlegen die entscheidenden Personen, ob sie potentielle Bewerber in ihrem Bekanntenkreis haben. Meist erst nachdem diese beiden Schritte erfolglos durchlaufen wurden, werden Stellen öffentlich ausgeschrieben. Wer es also schafft, sich zur richtigen Zeit in den Köpfen der Entscheider in Erinnerung zu rufen, hat den großen Vorteil, ein Unternehmen von seinen Fähigkeiten überzeugen zu können, bevor eine Vielzahl von Mitbewerbern diese Chance erhält.

Kontakte knüpfen und pflegen

Aus diesem Grund ist der Aufbau eines umfangreichen Netzwerks wichtig. Sowohl in der Studien- und Ausbildungszeit, als auch während einer Arbeitslosigkeit sollte man deshalb möglichst viele Kontakte herstellen und diese pflegen. Dabei ist es wichtig, dass andere Personen möglichst viel über Ihre Persönlichkeit und Ihre Qualifikationen erfahren, um bei passenden Vakanzen auf Sie zurückzukommen.

Grundsätzlich besitzt Jeder automatisch ein gewisses Karrierenetzwerk, das jedoch von Person zu Person unterschiedlich ausgebaut und gepflegt wird. Während eines Studiums oder einer Ausbildung ist man beispielsweise durchgehend von Leuten umgeben, die gleiche berufliche Interessen besitzen und somit langfristig für das spätere Berufsleben interessant sind. Wer sich lediglich aus eigenen, karriereorientierten Gründen mit Leuten vernetzt und sich auch nur bei entsprechenden Gelegenheiten meldet, profitiert nur selten von diesem Netzwerk. Stattdessen sollte man ein ehrliches Interesse an den Personen aus seinem beruflichen Bekanntenkreis besitzen und sich bei passender Gelegenheit regelmäßig mit diesen in Verbindung setzen.

Online-Karrierenetzwerke

Während des Berufslebens lernt man zudem viele interessante Personen im Rahmen von Seminaren und Fortbildungen oder bei der Arbeit in Verbänden oder Vereinen kennen. Wichtig ist, sich nicht davor zu scheuen, aktiv auf Personen zuzugehen und mit interessanten Menschen ins Gespräch zu kommen. War der erste Kontakt positiv, sollte man daran denken, Kommunikationsdaten auszutauschen, um weiter in Verbindung zu bleiben. Hierbei können virtuelle Netzwerke wie XING oder LinkedIn helfen. Ein weiterer Vorteil solcher Netzwerke besteht darin, dass jeder Nutzer ein Profil mit seinen Qualifikationen hinterlegen kann, um so von anderen Karriere-Netzwerkern auf interessante freie Stellen aufmerksam gemacht zu werden. Zudem ist es bei der Jobsuche zu empfehlen, ein Arbeitnehmerprofil auf Jobportalen wie z.B. karriere-suedwestfalen.de zu hinterlegen, da Personalverantwortliche die Möglichkeit haben, in diesen Datenbanken zielgenau nach potentiellen Mitarbeitern zu suchen.


Teil 11: Das duale Studium - Zwischen Hörsaal und Betrieb
Teil 10: Die Suche nach dem Job sinnvoll strukturieren
Teil 9: Die Motivation ist entscheidend
Teil 7: Die Initiativbewerbung - Aktivität zeigen
Teil 6: Die Angst vor dem Vorstellungsgespräch besiegen
Teil 5: Das Bewerbungsgespräch - Die letzte Etappe
Teil 4: Die Anlagen - Qualität statt Quantität
Teil 3: Das Bewerbungsfoto - Bilder machen Leute
Teil 2: Der Lebenslauf - Mehr als nur eine Datensammlung
Teil 1: Tipps für ein ansprechendes Bewerbungsanschreiben


10.05.2016