20 Jahre Suche nach den Richtigen

25.09.2020 „Binden ist einfacher als finden“

Was macht Corona mit der Wirtschaft? Wie sehen Berufschancen in der Zukunft aus? Fragen, die Detlef Ochel und seinem sechsköpfigen Team jeden Tag neu gestellt werden. Seit genau 20 Jahren ist die Personalberatung im Einsatz. Im September 2000 meldete Detlef Ochel bei der Stadt Siegen sein Gewerbe an und stellte beim Landesarbeitsamt den Antrag zur Erlaubnis zur Arbeitsvermittlung beziehungsweise zur Zulassung als privater Arbeitsvermittler. Das Arbeitsamt hatte bis dato das Monopol auf die Vermittlung von Wechselwilligen und Arbeitssuchenden. Er war damit einer der ersten privaten Personalberater in Siegen-Wittgenstein. Damals war das Neuland in der Bundesrepublik. Auch heute noch ist der Beruf eher selten in unserer Region. Der leergefegte Fachkräftemarkt bestimmt seit Jahren das Tagesgeschäft. Das Beraterteam ist Brückenbauer zwischen Bewerbern und Unternehmen, muss abwägen, wann ein Jobwechsel für beide Seiten passend ist. Erlebt haben die Privatvermittler in dieser Zeit eine ganze Menge. Von Anfang an gehörte das bundesweite Rekrutieren von Fach- und Führungskräften zum Aufgabengebiet des Unternehmens. Geplant war in diesem Monat eine große Jubiläumsfeier mit Kunden und Wegbegleitern. Wegen Corona ist die auf das nächste Jahr verschoben worden.

Sicherheitsdenken oft eine Bremse im Kopf

Einschnitte, wie aktuell durch Corona, sind dem gebürtigen Siegener nicht fremd. Der 11. September 2001 oder die Wirtschaftskrise 2008/09 waren vergleichbare radikale Einschnitte in das Wirtschaftsleben. „Gerade jetzt in einer Wirtschaftskrise haben viele Menschen Hemmungen, ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Man wechselt zu einem meist unbekannten Unternehmen und weiß nicht, wie gut dieses aufgestellt ist. Auf der anderen Seite ist gerade die Krise der Moment, wo unternehmerisch neue Prozesse in Gang kommen. Eine spannende Zeit, in der man mehr gewinnen als verlieren kann. Das Sicherheitsdenken ist oft eine Bremse im Kopf“, erklärt Detlef Ochel. Er schätzt die wirtschaftliche Lage in Siegen-Wittgenstein als stabil ein, Corona werden die meisten Betriebe erfolgreich trotzen. Aber auch hier werden nach der Kurzarbeit etliche Unternehmen Personal entlassen. Die Arbeitslosenquote ist im August im Vergleich zum vergangenen Jahr von 4,8 auf 6,2 Prozent gestiegen. Ein Trend, der sich erst einmal fortsetzen wird. Er hält das für eine Momentaufnahme und nennt es eine entscheidende Weichenstellung für die Menschen der Region, die Mut haben, Neues zu versuchen.

Mitarbeiter binden durch gute Arbeitskultur

In 20 Jahren sind mehr als 1000 Fach- und Führungskräfte durch das Unternehmen vermittelt worden. Von Deutschland bis nach Südkorea. „Eine besondere Herausforderung in 2019 war die Suche nach einem kaufmännischen Geschäftsführer für ein Unternehmen aus dem Altkreis Wittgenstein. Der Arbeitsplatz lag in Südkorea. Der perfekte Kandidat sollte idealerweise deutsch, englisch und koreanisch sprechen. Eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wenn man nicht weiß, wie und wo man suchen muss. Wir haben den passenden Mitarbeiter damals gefunden“, erinnert sich Mira Andrianantenaina, sie ist seit 4 Jahren in der Personalberatung dabei und hat hier nach ihrem Studium ihren Traumjob als Marketing- und Projektmanagerin gefunden. Gerade die Besetzung internationaler Stellen ist eine Herausforderung. Im Grunde sind aber alle Mittelständler in Südwestfalen darauf angewiesen, dass Schlüsselstellen besetzt werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die manchmal viele Monate braucht.

Viele Menschen sind in ihrem Job unzufrieden. Eine aktuelle Studie schätzt, dass sechs Millionen Arbeitnehmer in Deutschland innerlich bereits gekündigt haben. Nur 15 Prozent der Arbeitnehmer sind wirklich mit absoluter Begeisterung bei der Arbeit. Ein Blick auf unabhängige Bewertungsportale, wie beispielsweise Kununu, bestätigt das. Hier wird manchem Unternehmen von den eigenen Mitarbeitern schonungslos der Spiegel vorgehalten. Viele Unternehmen wissen um ihre individuellen Schwachstellen, finden aber keine Lösung, die Fehler zu beheben.

Die richtigen Fachkräfte sorgen für Wettbewerbsvorteile

Qualitätsplaner, Elektroingenieure, Steuerfachangestellte oder Softwareentwickler: gerade in der Krise ist der Bedarf an Mitarbeitern mit besonderen Qualifikationen hoch. Aktuell sucht man für mehrere Kunden und hat 19 hochspezielle Stellen mit besonderen Anforderungsprofilen zu besetzen. Der mehr als latent vorhandene Fachkräftemangel wird sich trotz Corona negativ weiterentwickeln. Den Leitsatz: „Binden ist einfacher als finden“ sollten Unternehmer daher unbedingt beherzigen. Faktoren wie Führung, Kommunikation und Motivation wären durch eine konsequente Personalstrategie besser zu steuern. In vielen Unternehmen sind das jedoch Baustellen, die liegen gelassen werden. Meist, weil es an Mitarbeitern oder Zeitressourcen fehlt. Bei Ochel Consulting verantwortet Detlef Ochel persönlich das Thema Arbeitskultur und Arbeitsmarke im Team: „Die Wettbewerbsfähigkeit steht und fällt mit dem vorhandenen Team. Ohne eine starke Mannschaft an Bord sind unternehmerische Ziele nicht erreichbar. Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern gilt: Den Kampf um die Besten gewinnt man nur, wenn man in Fragen der Arbeitskultur seine Aufgaben gemacht hat.“ Trotz Verschiebung der Jubiläumsveranstaltung: Feiern will Detlef Ochel mit seinen Mitarbeitern auf jeden Fall. Er weiß: das Thema Arbeitgebermarke und Unternehmenskultur betrifft ihn genauso, wie jedes andere Unternehmen auch. Im Grunde übernimmt er hier auch Vorbildfunktion für seine Kunden.


Bildunterzeile:

Seit 20 Jahren weltweit auf der Suche nach den Richtigen: die Personalberatung Ochel Consulting.




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