Was entlastet bei Schichtarbeit?

21.10.2019 In der Industrie gehört Schichtarbeit für eine Großzahl der Beschäftigten zum Arbeitsalltag. Für den Körper ist Schichtarbeit aber eine wirkliche Herausforderung, da der ständige Wechsel der Arbeitszeit den inneren Rhythmus durcheinander und unangenehme Beschwerden mit sich bringen kann. Mögliche Symptome können Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, Müdigkeit oder gar Herz-Kreislauf-Beschwerden sein. Dem kann man aber entgegenwirken – und zwar sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte selbst.

Empfehlungen von Gesundheitsexperten

Nach Möglichkeit sollten Schichten vorwärts rotierend geplant werden. Das heißt, auf Früh- folgt Spätschicht und darauf die Nachtschicht. Das ist angenehmer für den inneren Rhythmus. Außerdem sollten höchstens drei Früh-, drei Spät- und drei Nachtschichten aufeinander folgen.

Die Frühschicht sollte möglichst nicht vor 6 Uhr beginnen und bei Spätschichten sollte um 22 Uhr Feierabend sein. Die Länge der Schicht kann an die jeweilige Arbeitsbelastung der einzelnen Schichten angepasst werden. Schichten, in denen die Arbeitsbelastung größer ist, sollten dementsprechend kürzer sein als Schichten mit geringem Arbeitsaufkommen.

Schichten von über acht Stunden Dauer sollten nur nach sorgfältiger Überlegung eingeplant werden. In diesem Fall sollte es aber auch genügend Möglichkeiten geben, Pausen einzulegen. Selbstverständlich ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Schichten einzuhalten. Außerdem sollten nach einer Nachtschichtphase mindestens 48 Stunden arbeitsfrei sein. Wenn Schichtpläne vier Wochen vorab mitgeteilt werden, können Mitarbeiter ihr Privatleben besser planen.

Das kannst Du selbst für Deine Gesundheit tun

Als Schichtarbeiter*in kannst Du natürlich auch selbst etwas für Deine Gesundheit tun. Ein wichtiges Thema hierbei ist Schlafen. Für Deine Früh- und Nachtschichten solltest Du feste Schlafenszeiten einplanen und natürlich auch einhalten. So hilfst Du Deinen Körper sich an die Schichtarbeit zu gewöhnen. Wichtig ist auch, dass Deine Hauptschlafphase nicht weniger als vier Stunden beträgt. Um besser einschlafen zu können, solltest Du zwei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen auf koffeinhaltige Getränke verzichten und möglichst auch nichts schwer verdauliches essen. Sorge für gute Luft und Dunkelheit im Schlafzimmer.

Um Schichtarbeit besser zu verkraften, solltest Du Dich fit halten und viel bewegen. Am besten wählst Du hierzu Sportarten aus, die Du zu jeder Tageszeit (oder auch Nachtzeit) betreiben kannst. Hier eignet sich beispielsweise Joggen oder Walken und Fahrradfahren. Mit Sportpartner*in pflegst Du gleichzeitig soziale Kontakte und erhöhst Deine Motivation mit dem Sport weiterzumachen.


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