Studie zeigt die Hauptprobleme von Unternehmen in der Corona-Krise

20.04.2020 Die Corona-Krise geht an keinem Unternehmen spurlos vorbei. Um herauszufinden, wo es aktuell besonders hakt, hat das Entrepreneurship Institut der International School of Management (ISM) die Teilnehmer in einer Kurzumfrage gebeten, die drei dringendsten Herausforderungen in ihrem Unternehmen zu nennen. Das Ergebnis: Mit steigender Betriebsgröße rücken besonders Themen wie Empathie und flexible Arbeitsprozesse in den Vordergrund.

Die Antworten der 103 Teilnehmer lassen sich in fünf Hauptkategorien zusammenfassen: Liquidität sicherstellen, Kundenzugang sichern, Schlüsselaktivitäten aufrechterhalten, New Work umsetzen und Empathie zeigen. Während Liquiditätsengpässe oder einbrechende Kundennachfrage in kleinen Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern das größte Problem darstellen, nimmt die Bedeutung der beiden Kategorien mit steigender Unternehmensgröße ab.

Da die Teilnehmer nicht nur aus der Geschäftsführung, sondern auch aus dem Mitarbeiterkreis stammen, zeigt sich besonders die Bedeutung der Bereiche, die für eine große Mitarbeiterzahl konkret bestehen und sichtbar sind, z.B. die Umsetzung digitaler und flexibler Arbeitsprozesse durch verbreitete Homeoffice-Regelungen sowie die Empathie durch den Arbeitgeber, z.B. bei der Ungewissheit um Arbeitsplätze.   

Als Handlungsempfehlungen verweisen die Autoren der Studie, Prof. Dr. Ulrich Lichtenthaler und Alida Hensen, deshalb vor allem auf transparente Kommunikation und nachhaltige Lösungen. Im Sinne der Mitarbeiter ist Offenheit über die aktuellen und kommenden Abläufe gefragt, außerdem können Tipps für die Arbeit im Homeoffice unterstützen. Darüber hinaus können auch Kunden in Lösungsprozesse einbezogen und mit kreativen Angeboten gehalten werden. Gerade durch die Neugestaltung von Prozessen und mit Mut zur Innovation kann in der aktuellen Situation auch eine Chance für Unternehmen stecken. „Es wurden viele Herausforderungen genannt, die klar in die Zukunft weisen und zeigen, dass die Unternehmen diese Herausforderungen annehmen und unter den aktuellen Rahmenbedingungen bestmöglich weitermachen wollen – und zwar, wenn irgendwie möglich, lieber proaktiv als nur reaktiv“, so Lichtenthaler. „Diesen positiven Schwung sollten Unternehmen möglichst ausnutzen, gleichzeitig dabei aber nicht in Aktionismus verfallen.“

Für Einzelheiten zur Studie sowie Fragen rund ums Krisenmanagement in der Corona-Krise stehen die Autoren gern zur Verfügung.


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