Homogene Temperaturen von der Platte

16.01.2019 Hotset realisiert im P-System individuelle Flächenheizplatten für die Folientechnik

Der Aspekt der präzisen Temperaturführung spielt in vielen Verfahren der Folientechnik eine zentrale Rolle. Als prozesstechnisch besonders anspruchsvoll gilt es dabei, über größere Flächen gleichmäßige und homogene Temperaturfelder zu generieren. Wichtig ist das zum Beispiel beim Thermoformen von Lebensmittelverpackungen, bei der Bearbeitung von Schrumpf- und Stretchfolien oder beim Folienschweißen. Eine Ideallösung für diese Aufgabenstellung bietet Thermodynamik-Spezialist hotset nun mit den Heizplatten seines neuen P-Systems.

Für die thermische Prozessführung bei der Ver- und Bearbeitung von Kunststofffolien für die Verpackungstechnik realisiert Hersteller hotset projekt- und kundenspezifisch ausgelegte Flächenheizplatten. Diese als P-System bezeichneten Komplettlösungen werden in ihrer Konstruktion und Konfiguration stets optimal angepasst an die individuellen Anforderungen der Maschinen- und Anlagenbauer in den verschiedenen Bereichen der Folien- und Verpackungstechnik. „Das Tiefziehen von Blisterverpackungen oder Kunststofftrays stellt beispielsweise andere Anforderungen an die Thermodynamik von Heizplatten als das Schweißen von Schlauchbeutelfolien – mit unserem P-System können wir hier flexibel auf jede Situation der Flächentemperierung reagieren“, sagt hotset-Geschäftsführer Ralf Schwarzkopf. Der entscheidende Faktor dabei ist, dass die Flächenheizplatten des P-Systems eine außergewöhnlich präzise und gleichmäßige Temperaturführung bieten, die zu einer überaus konvergenten und homogenen Temperaturverteilung auf den Oberflächen der Verpackungsfolien führt. Das unterscheidet die Flächenheizplatten von hotset von allen sonst üblichen Standardplatten. Für den Anwender – von zum Beispiel einer Blistermaschine – bedeutet das eine höhere Prozesssicherheit; auch für alle der Folientemperierung nachgeschalteten Ver- und Bearbeitungsschritte. „Die Vorteile wirken sich beispielsweise im Thermoforming, beim Heißpressen oder beim Verschweißen und Versiegeln von Folien besonders positiv aus“, erklärt Ralf Schwarzkopf.

Leichter, dünner, sicherer

In den vom hotset-Geschäftsführer angesprochenen Verfahren lässt die homogene Temperaturverteilung der P-System Flächenheizplatte sehr gleichmäßige Folienwandstärken entstehen, was die Gewichtsdifferenzen am Endprodukt auf ein Minimum reduziert. Außerdem können – zum Beispiel beim Tiefziehen – dünnere Folien eingesetzt werden, was die Ressourcen schont, und unliebsame Schlieren im Verpackungsmaterial lassen sich ebenfalls vermeiden. Ein weiterer Pluspunkt beim Ver- und Bearbeiten komplexer Verbundfolien: Die Beschädigung sensibler Funktionsschichten kann mit dem Einsatz einer entsprechenden P-System Heizplatte vermieden werden.

Die Vorteile der P-System Flächenheizplatten für die Prozesssicherheit und die Qualität der Endprodukte lassen sich auch in konkreten Zahlen beziffern. Praxisnahe Messreihen mündeten allesamt in dem Ergebnis, dass die Temperaturwerte der mit einer solchen Flächenheizplatte von hotset erhitzten Folie im gesamten Temperierfeld nur noch minimal schwanken. Charakteristisch sind punktuelle Abweichungen auf der Folie von allenfalls zwei Grad Celsius! Dagegen erreichen die Flächentemperatur-Differenzen konventioneller Standard-Heizplatten bis zu 15 °C. Für all jene Geräte- und Anlagenbauer, für die die präzise und homogene Flächenbeheizung eine entscheidende Prozessstufe ihrer technischen Verfahren (z.B. in Vakuummaschinen oder Folienschweißgeräten) darstellt, ist das P-System geradezu eine Ideallösung.

Maximale Individualisierung

Die kundenspezifische Ausführung der P-System Flächenheizplatten von hotset erstreckt sich über nahezu alle Komponenten. Vom Design der Wärmetransferplatte – sie hat im Prozess später den mehr oder weniger direkten Kontakt zur Folienbahn – über die Auswahl des Heizelements (hotflex®-Rohrheizkörper, hotform®-Silikonmatte u.v.m.) und der Isolierplatte oder die Frage, ob eine zusätzliche Installationsraumplatte erforderlich ist, werden alle konstruktiven Ebenen einer P-System-Lösung auf den konkreten Anwendungsfall des Kunden abgestimmt. Auch die Gestaltung der oberen Abdeckplatten mit den Steckkontakten und Befestigungselementen für den Einbau in die Anlage des Kunden macht hier keine Ausnahme. Des weiteren können auch Sensoren zum Schutz vor Übertemperaturen integriert werden, und selbst beim Aspekt der Plattenbeschichtung zeigt sich hotset überaus flexibel: Funktionelle Oberflächen mit Antikstatik-, Antihaft- und Aseptik-Eigenschaften lassen sich ebenso verwirklichen wie Beschichtungen, die einen erhöhter Verschleiß-, Abrieb- und Korrosionsschutz bieten. „Im Rahmen unseres P-Systems können wir die Oberflächen unserer maßgeschneiderten Flächenheizplatten auch strukturieren und konturieren. Außerdem sind wir in der Lage, spezielle Anforderungen an die Gleiteigenschaften, die Oberflächenhärte, die Chemikalienbeständigkeit, die elektrische Leitfähigkeit und die Reinigungsfreundlichkeit zu berücksichtigen“, ergänzt hotset-Geschäftsführer Ralf Schwarzkopf.

Die Anschlussspannungen der P-System Flächenheizplatten reichen von 12 bis 400 Volt und die Leistungsdichte liegt bei bis zu 15 W/cm2. Hotset stellt jede Heizplatte als stecker- und montagefertige Einheit zur Verfügung und stimmt dabei auch die Regel- und Anschlusstechnik sowie die Befestigungstechnik auf die Vorgaben des Kunden ab.


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