Der Exot unter den Ausbildungsberufen im Märkischen Kreis - Der Pharmakant (m/w)

02.10.2018

Tablette, Salbe oder Ampulle?
Der Pharmakant macht´s!


 
Der Exot unter den Ausbildungsberufen im Märkischen Kreis ist wohlmöglich der Pharmakant.

Was ein Pharmakant genau macht, wissen nur wenige, aber das Ergebnis hat sicherlich jeder schon einmal verwendet und in der Apotheke gekauft - nämlich Arzneimittel!

Innerhalb der 3 ½ jährigen Berufsausbildung zum Pharmakanten, gehört das Herstellen von Arzneimitteln in den verschiedenen Formen zum Hauptaufgabenbereich.

Früher wurden die Arzneimittel individuell oder mit einem kleinen Vorrat in der Apotheke hergestellt. Heute erfolgt, bis auf wenige Ausnahmen, die Arzneimittelherstellung im industriellen, großtechnischen Maßstab in pharmazeutischen Herstellungsbetrieben. Für die Herstellung der Arzneimittel in den verschiedenen Darreichungsformen wie Tabletten, Kapseln, Salben, Ampullen, Lösungen usw. werden verfahrenstechnisch hochspezialisierte Produktionsmaschinen und Anlagen verwendet.
 

Wie kann man sich das genau vorstellen?

Bevor z.B. eine Tablettenpackung in der Apotheke gekauft werden kann, durchläuft diese bzw. der Inhalt eine Vielzahl von Herstellungsprozessen. So beginnt die Herstellung einer Tablette mit der Verwiegung der Wirk- und Hilfsstoffe nach einer speziellen und meist geheimen Rezeptur. Nachdem die Rohstoffe zu einer Pressmasse gemischt wurden, werden sie in einer Tablettenpressen zu Tablettenkernen weiterverarbeitet. Oftmals müssen die Rohstoffe in einem vorgelagerten Prozess zunächst zu einem pressfähigen Granulat aufbereitet werden. Da einige Wirkstoffe einen unangenehmen Geschmack aufweisen, oder damit die Tabletten besser geschluckt werden können, werden viele Tablettenkerne zusätzlich in einem Coatingprozess zu Filmtabletten weiterverarbeitet. Über derartig spezielle Tablettenüberzüge kann man auch gezielt die Wirkstofffreisetzung im Körper beeinflussen.

Schließlich müssen nun die fertigen Filmtabletten noch in Durchdrückblister oder Dosen abgefüllt und mit einer Gebrauchsinformation versehen in Faltschachteln endverpackt werden. Hierbei kommen Hochleistungsverpackungsanlagen mit automatischen Kontrolleinrichtungen zum Einsatz. Zur Gewährleistung der Arzneimittelsicherheit, erfolgt die gesamte Herstellung nach strengen qualitätssichernden und regulatorischen Vorgaben in entsprechenden Reinräumen. Sämtliche Herstellungsschritte sind streng reglementiert und müssen rückverfolgbar dokumentiert werden.

Neben der Anlagenbedienung, gehört auch die Durchführung von Inprozesskontrollen, die Dokumentation der Herstellung und Kontrollen sowie die Wartung, Pflege, und Instandhaltung der Prozessanlagen zu den Hauptaufgaben des Pharmakanten. Nicht zu vergessen sind die Ausführung und Überwachung umfangreicher Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Produktkontaminationen. Ausgesprochenes Verantwortungsbewusstsein und hygienisches Verhalten sind neben einem ausgeprägten technischen Verständnis und naturwissenschaftlichen Interesse daher unerlässlich.

Die Aufgaben des Pharmakanten sind sehr vielfältig, anspruchsvoll und verantwortungsvoll. Wer diese spannende Berufsausbildung absolvieren möchte, muss allerdings auch einiges auf sich nehmen. Die Berufsschule ist in Bielefeld und um hier erfolgreich zu sein, muss man gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie und Mathematik mitbringen.

Direkt zu Beginn der Ausbildung finden zahlreiche Schulungen und Seminare statt. Auch ein regelmäßiger Werksunterricht, speziell für die Pharmakanten, wird angeboten.

Klingt das spannend?

Mit der Berufsausbildung erhalten die angehenden Pharmakanten mehr als eine qualitativ angesehene Ausbildung. Es ist ein Beruf mit Zukunft, der auch gute berufliche Perspektiven bietet.
 
Schauen Sie doch einfach mal auf unserer Homepage unter www.medice.de/karriere vorbei. Hier finden Sie viele spannende Informationen zu unseren Ausbildungsberufen und zum Unternehmen MEDICE.


Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier.




Alle Unternehmensnachrichten