Spende: Fräsmaschinen für Kenias Hauptstadt

08.01.2019 Besondere Entwicklungshilfe aus der Ebbegemeinde für Kenia: Die Firma Gotzeina spendete jetzt zwei Fräsmaschinen, die in Nairobi zur Ausbildung Jugendlicher genutzt werden sollen.

Auf große Reise gingen die zwei Maschinen, die die Firma Gotzeina Drehtechnik in Hüinghausen spendete: eine Bohr-Fräsmaschine (Knut BFM-30T) und eine Handhebel-Horizontal-Fräsmaschine (Hermle H2 Schlitzfräsmaschine), die schon seit geraumer Zeit nicht mehr benutzt wurden. In einigen Wochen werden diese etwa 150 Kilometer nordöstlich von Nairobi zum Einsatz kommen.
Dort befindet sich das Mweawango Institute of Technology (MWIT), das 2018 zum eigenständigen Projekt bei Humanitas activa wurde. Ab dem kommenden Jahr werden dort Jugendliche in verschiedenen handwerklichen Fähigkeiten ausgebildet.

Reiner Wenig, Mitarbeiter bei Gotzeina, wusste von diesen ausrangierten Maschinen und kennt das Projekt in Afrika. Er ist gut befreundet mit dem Kenianer Vincent Mutunge, der in Deutschland lebt und arbeitet. Mutunge ist im Februar 2018 als Co-Direktor in das MWIT eingestiegen. Daraufhin machte Wenig dem Geschäftsführer Dominik Gotzeina den Vorschlag, die beiden Fräsmaschinen für das Projekt zu spenden – und der stimmte dem Vorhaben direkt zu.

Von Hüinghausen über Bad Honnef und Rotterdam nach Mombasa

Ulrich Meyer-Berhorn aus Bad Honnef, Vorsitzender von Humanitas activa, nahm Fräsmaschinen in Empfang. Gut verpackt gehen sie jetzt auf eine etwa 10 000 Kilometer lange Reise.

Zunächst geht es von Hüinghausen nach Bad Honnef. Anschließend sollen die Maschinen in Rotterdam in einen Container und dann auf ein Schiff geladen werden, das Anfang Februar Mombasa erreichen soll. Von dort geht es dann weiter zum Mweawango Institute of Technology.

Die Gründerin des MWIT und Ärztin Dr. Florence Mukii lebt in der Region Mwea. Seit 2005 arbeitet sie mit Jugendlichen der Region im Rahmen des Programms „Young Mind Awakening“. Bei ihrer Arbeit habe sie festgestellt, dass es eine Lücke im kenianischen Ausbildungssystem gebe. Nach Abschluss der weiterführenden Schule würden nur wenige Jugendliche die Universität besuchen. Die nächste berufsbildende Schule liege circa 80 Kilometer entfernt.

Ausbildung und Qualifizierung Jugendlicher als Chance

Dies führe neben dem Schulgeld zu zusätzlichen finanziellen Belastungen für Unterbringung und Anreise, die sich der Großteil der Eltern nicht leisten könnten. Es sei offensichtlich, dass die Region eine berufsbildende Schule benötige, um Chancen für die Jugend zu eröffnen. Eine gute Ausbildung im Rahmen des Projektes würde den Jugendlichen ermöglichen, eine Beschäftigung zu finden oder ein eigenes kleines Unternehmen zu gründen.

Das primäre Ziel sei die Ausbildung und Qualifizierung von Jugendlichen nach nationalen und internationalen Standards. Zudem sollen die Arbeitslosigkeit reduziert und Investitionsmöglichkeiten geschaffen werden, die Produktivität der Mwea-Region verbessert, der Wettbewerb angekurbelt und der Wohlstand von Einzelnen und Unternehmen der Region und des Landes gefördert werden. Die Ausbildungsgänge des MWIT umfassen in erster Linie handwerkliche Tätigkeiten wie Metallarbeiten, Schweißen, Elektronik, Automechaniker, EDV und erneuerbare Energien. Für das Institut werden finanzielle Mittel für Gebäude, Ausstattung und Geräte benötigt.


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