So kommst du sicher durch die Probezeit

26.11.2018 Die Bewerbung hat Eindruck gemacht, Vorstellungsgespräch und Vertragsverhandlung hast du gemeistert und die Stelle in der Tasche. Jetzt kannst du im neuen Job endlich durchstarten. Aber Vorsicht, denn zunächst einmal solltest du schauen, dass du die Probezeit möglichst gut überstehst. Wie du das am besten machst, kannst du hier nachlesen. 

Für Unternehmen ist die Probezeit in erster Linie eine Möglichkeit, um zu schauen, ob die Fähigkeiten des neuen Mitarbeiters wirklich den Anforderungen der Stelle entsprechen und ob er ins Team passt. Auch über das Verhalten kann man nur im täglichen Miteinander Rückschlüsse treffen, da helfen auch die besten Bewerbungsunterlagen nicht. Daher solltest du dir, wenn du einen neuen Job antrittst, auch darüber im Klaren sein, dass dein neuer Arbeitgeber im Zweifel genau hinschauen wird, was deine Leistung und die Zusammenarbeit mit dir betrifft. Aber auch für dich ist die Probezeit natürlich eine Möglichkeit, das Unternehmen, deine Kollegen und Aufgaben erst einmal besser kennen zu lernen und sicher zu gehen, dass du wirklich den für dich richtigen Job gewählt hast.

In den meisten Fällen beträgt die Probezeit bis zu sechs Monate. Während dieser Zeit gilt laut BGB eine zweiwöchige Kündigungsfrist und auch ohne einen triftigen Grund kann das Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet werden. Und zwar von beiden Seiten. Nach der Probezeit ist es in vielen Unternehmen üblich, noch einmal ein Gespräch zu führen, in dem der Vorgesetzte mit dem neuen Mitarbeiter über dessen Leistung und erste Entwicklungen spricht.

Aber noch bist du nicht am Ende deiner Probezeit angekommen. Folgende fünf Regeln helfen dir dabei, die Probezeit erfolgreich zu bestehen:

1. Finde heraus, wie das Unternehmen tickt


Kein Unternehmen gleicht dem anderen. Auch wenn du bereits in der Branche gearbeitet und einen ähnlichen Aufgabenbereich gehabt hast, bedeutet das nicht, dass bei deinem neuen Arbeitgeber alles genauso laufen wird wie in deinem vorherigen Job. Unterschiedliche Menschen, Historien und Herangehensweisen prägen ein Unternehmen und dessen Mitarbeiter. Jedes Unternehmen hat eine ganz eigene Unternehmenskultur, eine eigene Art zu kommunizieren oder etwa mit Fehlern umzugehen. Taste dich langsam heran und finde heraus, wie dein neuer Arbeitgeber tickt, wie das Arbeitsklima ist und welche Art von Humor deine Kollegen verstehen. Man ist schneller ins Fettnäpfchen getreten als man denkt.

2. Sei pünktlich und zuverlässig

Eigentlich sollte das ja eine Grundvoraussetzung sein, aber in deiner Probezeit solltest du ganz besonders darauf achten, nicht zu spät zur Arbeit zu kommen oder wegen eines nicht triftigen Grundes auszufallen. Auch Aufgaben, die dir übertragen wurden, solltest du schnell, aber auch sorgfältig erledigen. Wenn du nicht weiterkommst, frage lieber deine Kollegen als unnötig Zeit zu vergeuden, indem du versucht, selbst auf die richtige Lösung zu kommen.

3. Duze erst, wenn dir das “Du” angeboten wurde

Es ist natürlich komisch oder gar unangenehm, wenn du zum Beispiel in einem Büro sitzt, in dem sich alle Kollegen duzen, und du der Einzige bist, der förmlich mit “Sie” angeredet wird. Dennoch solltest du nicht von dir aus überstürzt deinen neuen Kollegen das “Du” anbieten. Häufig ist es sogar Firmenpolitik, einen neuen Mitarbeiter solange zu siezen bis die Probezeit rum ist. Warte in jedem Fall bis deine Kollegen auf dich zu kommen – das wird noch früh genug sein.

4. Sei in manchen Dingen etwas zurückhaltender

Klar, Flurfunk und Lästereien gibt es wohl in jedem Unternehmen. Wenn du allerdings der Neuling bist, solltest du dich möglichst zurückhalten und dir deine Kommentare sparen. Als Neuer mitzulästern kommt genauso wenig an wie Besserwissen. Statt ständig zu betonen wie du Dinge in deiner alten Firma gemacht hast, solltest du mit Kritik eher sparsam umgehen. Nach deiner Probezeit hast du noch genügend Möglichkeiten, Verbesserungsvorschläge zu machen.

5. Nimm Kritik als Möglichkeit, dich zu verbessern

Kein Meister ist je vom Himmel gefallen. Auch wenn du schon langjährig in der Branche arbeitest, musst du dich im neuen Job erst einmal zurecht finden. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass dir ein Fehler unterläuft. In keinem Fall solltest du versuchen, diesen zu verheimlichen. Am Ende kommt es doch raus und wahrscheinlich ist es auch gar nicht so schlimm, wenn du offen darüber mit deinen Kollegen oder deinem Vorgesetzten sprichst. Natürlich kann es sein, dass du dir Kritik anhören musst. Nimm diese aber nicht persönlich, sondern sehe sie als Möglichkeit, besser zu werden und in deinen neuen Job hineinzuwachsen. Generell ist es empfehlenswert, regelmäßige Feedbackgespräche zu vereinbaren, so dass du stets weißt, wo du stehst und wie deine Leistungen eingeschätzt werden.


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