Menschen mit Flucht- und Asylgeschichte beruflich integrieren

09.03.2021 Seit 2015 setzen sich der Caritasverband des Kreises Olpe mit der Arbeitsgruppe „gemeinsam Talente fördern“ aktiv dafür ein, dass Menschen mit Flucht- und Asylgeschichte im Kreis Olpe durch berufliche Integration eine Perspektive finden und in unserer Region bleiben. Durch gezielte Begleitung und Förderung erhoffen wir uns, dass Bewerberinnen und Bewerber eine Chance auf eine erfolgreiche Tätigkeit haben.

 
Im letzten Jahr haben wir 24 Menschen mit Migrationshintergrund begleitet und bei der beruflichen Orientierung unterstützt. Von diesen konnten wir neun Personen eine Perspektive im Verband bieten. 

 
Einer dieser Menschen ist Erkin Nuri, Auszubildender zum Pflegefachmann:
„Ich bin am 8. Oktober 2016 aus Aserbaidschan geflohen, bin also seit ca. vier Jahren in Deutschland, die meiste Zeit davon im Sauerland. Mein Weg bei der Caritas begann, als ich während der Ausbildung zum Sozialassistenten in einem Praxiseinsatz Erfahrungen mit älteren Menschen und später mit Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen sammeln sollte. Am Anfang bei meinem ersten Einsatz war ich positiv überrascht, da ich von der Caritas viel gehört hatte. Aber aufgrund der fehlenden Erfahrung wusste ich nicht viel darüber. Nach meinem praktischen Einsatz hatte ich ein Ziel vor den Augen: eine Ausbildung bei der Caritas anfangen! Nicht nur der Beruf war der Grund dafür, sondern das Wissen, dass ich hier gut aufgehoben bin. Etwas Neues erleben? Bin dabei! Und das ist mein Weg zur Caritas und zur Ausbildung zum Pflegefachmann. Während meinem Praxiseinsatz als Sozialassistent beim Caritasverband hatte ich oft Schwierigkeiten mit der Sprache und dem Dialekt – ich habe sehr viel Unterstützung von den Mitarbeitenden bekommen. So wurde mir ein Ausbildungsanfang ermöglicht, wofür ich immer dankbar sein werde!“

Dieses Beispiel zeigt, dass es sich trotz der hohen Aufwendungen lohnt, sich für Menschen, die große Not aufgrund von Verfolgung, Krieg und ähnliches in ihrem Heimatland erfahren haben, einzusetzen. Das christliche Menschenbild der Nächstenliebe und Solidarität dienen als Rahmen für unser Handeln, sodass es uns ein wichtiges Anliegen ist, auch diesen Menschen eine Perspektive zu bieten und eine neue Heimat für sie und ihre Familien zu schaffen.




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