Lebhafter ontavio-Workshop zum Azubirecruiting beim IHK Ausbildungs-Forum

21.11.2019 Beim 5. Ausbildungs-Forum der IHK Siegen informierten sich 180 Personalverantwortliche aus heimischen Unternehmen über die neuesten Entwicklungen und Innovationen rund um das Thema „Berufliche Bildung“. Nach dem Hauptvortrag zur „Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt – Neue Anforderungen an das Ausbildungspersonal“ von Michael Härtel vom Bundesinstitut schloss sich eine Workshop-Phase an. Unter der Leitung der Recruiting-Experten aus Lennestadt beschäftigten sich die Teilnehmer des ontavio-Workshops mit dem Thema „Azubirecruiting – mehr als eine Stellenanzeige“.

Workshop-Ziel: Verständnis wecken und Umsetzung möglich machen

Die personalverantwortlichen Teilnehmer des ontavio-Workshops hatten die Chance, das Interesse junger Menschen an betrieblicher Ausbildung mit authentischen Inhalten zu wecken, bereits erkannt. Viele haben diese Azubimarketing-Strategie bereits in ihre Unternehmenskommunikation eingebunden oder planen es zu tun.

Ziel des Workshops war es einerseits, das Verständnis für die Informationsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler weiter zu schärfen. Denn oftmals sind die Fakten und Botschaften, die für die jungen Leute beim Übergang zwischen Schule und Beruf entscheidend sind, andere, als vorrangig angenommen. Andererseits ging es konkret um die Umsetzung von Azubirecruiting-Maßnahmen im Tagesgeschäft: Wie sieht eine zielgruppengerechte Aufbereitung von Ausbildungsinfos und Geschichten aus dem Azubialltag im Unternehmen aus? Wie gelingt die Umsetzung, auch vor dem Hintergrund knapper zeitlicher Ressourcen? Und mit welchen Kanälen erreicht man die Jugend überhaupt?

Ideen kamen auf den Tisch

Der Workshop stand ganz im Zeichen der Ideenfindung und des Austauschs. Welche Geschichten über die Ausbildung gibt es überhaupt in den zum Teil weltmarktführenden Unternehmen? Schnell kamen Ideen buchstäblich auf den Tisch, wurden von den TeilnehmerInnen auf Zetteln niedergeschrieben. Die Teilnehmer kamen dabei direkt miteinander ins Gespräch und profitierten von den Erfahrungen und Herangehensweisen anderer. Ebenso offen lagen im Anschluss Ansätze der visuellen Aufbereitung der Recruiting-Kommunikationsthemen: Aus der Sicht derer, die erreicht werden sollen, wurde eine Reihe von Fallbeispielen unter die Lupe genommen. Das Fazit: Je authentischer die dargestellte Situation, desto ansprechender und interessanter wirkt sie. Tatsächlich waren auf den beurteilten Facebookposts, die am besten gefielen, Azubis zu sehen. Schnell war also schlüssig, dass Azubi-Recruiting-Themen durchaus in die Hände des eigenen Nachwuchses gelegt werden können, der so zum digitalen Ausbildungsbotschafter wird.

Im letzten Teil des Workshops gab es eine Übersicht samt Hinweisen zu unterschiedlichen Kommunikationskanälen, wie der eigene Website, Social Media-Kanälen oder Azubiblogs. Vorweggenommen im Impulsvortrag am Morgen passte die Aussage von Michael Härtel: Um die jungen Leute zu erreichen, muss man auf den Kanälen funken, auf denen sie unterwegs sind – und die sind digital.

Auf Augenhöhe

Die Ergebnispräsentation am Ende des Tages fiel eher reduziert aus, „da die Erkenntnisse vor allem in den Köpfen weiterwachsen werden“, so Andrea Schulte, Soziologin, Medienwissenschaftlerin und bei ontavio für die Unternehmenskommunikation und das Azubiportal hashtag-ausbildung.de zuständig. Bewegt man sich auf Augenhöhe, macht man schon vieles richtig. Wählt man Themen, die nach außen getragen werden, und das noch breitgefächert, erreicht man den zukünftigen Nachwuchs am besten.

Der Workshop hat gezeigt: Das Thema Azubirecruiting erfordert etwas kreatives Potential und eignet sich dazu, in Teilen dem eigenen Nachwuchs übergeben zu werden. Dabei unternehmensübergreifend voneinander zu lernen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, könnte ein Schlüssel sein, um das Image der betrieblichen Ausbildung nach vorne zu bringen. Die Digitalisierung der Kommunikation unterstützt dabei und eröffnet ganz neue Möglichkeiten.




Alle Unternehmensnachrichten