Betriebliches Vorschlagswesen für alle ein Gewinn

20.08.2019 Das betriebliche Vorschlagswesen hat sich in vielen Unternehmen zu einem starken Instrument des Ideenmanagements entwickelt, welches das Potenzial aller Mitarbeiter - und nicht nur das der Manager und Experten - nutzt und auch allen Beteiligten Spaß macht. Ein Beispiel ist die Gebr. Kemper GmbH + Co. KG in Olpe. Allein im vergangenen Jahr wurden von den zahlreichen Vorschlägen mehr als 55 Prozent positiv bewertet sowie erfolgreich und gewinnbringend für das Unternehmen umgesetzt. Die Summe der ausgezahlten Prämien betrug über 50.000 Euro – und das steuerfrei. Für Kemper und seine Mitarbeiter alles in allem eine lohnende Angelegenheit.

System hat viele unterschiedliche Ziele

Seit über 15 Jahren setzt das Olper Familienunternehmen auf das betriebliche Vorschlagswesen. „Die Ziele unseres Systems sind Arbeitserleichterung, Kosteneinsparung, Qualitätsverbesserung und Ablaufoptimierung“, sind sich die Koordinatoren des Vorschlagswesens, Mark Bröcher und Tobias Theile, unisono einig. „Doch auch Energieeinsparung, Arbeitssicherheit, Gesundheits- wie Umweltschutz dürfen nicht vergessen werden.“ Die Vordrucke liegen an den Zeiterfassungsterminals in Verwaltung und Betrieb aus. Hier können die Mitarbeiter eintragen, „was“ verbessert werden soll und „wie“ dies umgesetzt werden kann. Jeder Vorschlag wird direkt mit einer 10-Euro „Einreicher-Prämie“ bedacht. Danach erfolgt schnellstmöglich eine Beurteilung und die Stellungnahme durch ein Gremium.

Prämien für Mitarbeiter

Für jeden positiv bewerteten und umgesetzten Vorschlag fließen minimal 50 Euro bis hin zur Auszahlung von 40 Prozent der Jahreseinsparsumme in die Kasse des Mitarbeiters – je nachdem, wie gut die Anregung ist. „Das ist natürlich eine große Motivation“, so Bröcher und Theile. Hier ein Geländer für noch mehr Arbeitssicherheit. Dort eine zusätzliche Beleuchtung für ein angenehmeres Arbeitsklima, bis hin zu optimierten Entwicklungs-, Prozess- und Arbeitsabläufen. Das betriebliche Vorschlagswesen ist für alle ein Gewinn. Sich aktiv Einbringen und das Unternehmen weiterentwickeln – davon haben alle etwas.“

"Gelebte Ideenkultur"

Das dachte sich beispielsweise auch Bernd Ochel, seit fast 30 Jahren bei Kemper im Modellbau tätig. Dort werden die Gießerei-Werkzeuge für Gussteile gefertigt. Durch eine Modifikation an Kernkästen erübrigte sich mit Ochels Hilfe ein kompletter Arbeitsgang. Somit sparte das Unternehmen Zeit in der Produktion, aber natürlich auch Geld – allein in den vergangenen zwei Jahren etwa 20.000 Euro. „Ein gutes Beispiel, wie wichtig und richtig die gelebte Ideenkultur ist“, meinen Mark Bröcher und Tobias Theile. „Sie schafft gleichzeitig Vertrauen und eine höhere Identifikation mit den Unternehmenszielen – und kann dem Betrieb aber natürlich auch Vorteile am Markt bescheren.“

Bild: Bernd Ochel arbeitet seit fast 30 Jahren bei Kemper und ist vom betrieblichen Vorschlagswesen überzeugt.




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