Teil 10: Die Suche nach dem Job sinnvoll strukturieren

11.09.2016 Die Suche nach einem passenden Job kann lang und nervenaufreibend sein. Mit fortschreitender Zeit macht sich mitunter sogar ein Gefühl von Panik und Hilflosigkeit breit. Doch soweit sollte es nicht kommen: Was neben einer guten Portion Motivation (siehe auch Teil 9) helfen kann, ist ein strukturierter Tages- bzw. Bewerbungsablauf.

Zunächst sollte der Tag ähnlich strukturiert sein, wie ein normaler Arbeitsalltag. Das hilft zu wissen, wann es an der Zeit ist, seinen Bewerbungen und der Stellensuche nachzugehen, und wann auch Zeit für andere Dinge ist. Denn wer pausenlos auf der Suche ist oder wahllos Bewerbungen schreibt, dessen Leistungsfähigkeit wird irgendwann darunter leiden – was sich dann auch in der Qualität der Bewerbungen niederschlagen kann.

Am Ball bleiben

Dennoch sollte man stetig am Ball bleiben und regelmäßig (am besten täglich) die diversen Informationsangebote bezüglich Jobangeboten checken. Hier empfehlen sich insbesondere Zeitungen mit festen Erscheinungsterminen für Stellenanzeigen sowie Onlinejobbörsen (wie karriere-suedwestfalen.de). Aber auch die sozialen Medien lassen sich immer besser für die Jobsuche nutzen.

Auch das persönliche Umfeld wie die Familie oder Freunde sind eine gute Anlaufmöglichkeit – insbesondere dann, wenn diese um die Situation des Suchenden wissen und einen Tipp haben oder sich anderweitig umhören können. Zudem immer empfehlenswert: Jobmessen oder auch die umfassenden Leistungen der Agentur für Arbeit in Anspruch zu nehmen.

Eigeninitiative zeigen

Parallel zur Suche nach offenen Stellen ist es ratsam, sich bei passenden Arbeitgebern direkt über mögliche offene Stellen zu informieren bzw. eine Initiativbewerbung zu schicken. Möglicherweise lässt sich mit der eigenen Qualifikation ein Personaler eines Unternehmens überzeugen, den Bewerber zumindest einmal kennenlernen zu wollen und so im Hinterkopf zu behalten. Eine Initiativbewerbung zeugt davon, dass man von sich aus an einem Unternehmen bzw. Arbeitgeber interessiert ist, etwas vorzuweisen hat, und – wie der Name schon sagt – Eigeninitiative zeigt.

Lücken im Lebenslauf vermeiden

Damit Lücken im Lebenslauf – beispielsweise zwischen zwei Jobs oder nach der Ausbildung – nicht zu groß werden, ist es ratsam, anderweitige zielführende Beschäftigungen aufzunehmen: zum Beispiel ein Praktikum, eine Mitarbeit oder eine Fortbildung. Diese bringen einen fachlich weiter und motivieren zusätzlich für die Jobsuche. Zudem weist man damit aus, dass man aktiv der Beschäftigungslosigkeit entgegensteuert und nicht untätig ist. Hierauf achten Personaler ganz besonders!

Stärken und Schwächen vergegenwärtigen

Nicht immer passt ein Stellenangebot mit den genannten Anforderungen zu 100 Prozent zu einem selbst, obwohl die Stelle durchaus geeignet sein kann. Für die Erstellung einer Bewerbung, ist es daher nie verkehrt, sich seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu sein – und dies bei einer jeweiligen Bewerbung zu benennen. Möglicherweise sind für unterschiedliche Stellen unterschiedliche Kompetenzen gefragt, die man aber beide vorweisen kann.

Ziele definieren

Zuerst einmal ist es natürlich das Ziel, die Stelle zu bekommen. Aber wie geht es dann weiter? Falls diese Frage im späteren Bewerbungsverfahren (Vorstellungsgespräch) kommt, macht es Sinn, sich dies im Vorhinein zu überlegen – auch für sich selbst.

Dies kann unter Umständen schon dabei helfen, sich selbst klar zu machen, ob die ausgeschriebene Stelle überhaupt etwas für einen selbst ist. Themen wie möglicher Karriereverlauf, Arbeitsort, Verdienst oder dazu passende Familienplanungen sind hier die Relevantesten.

Gewissenhaft zu Werke gehen

Bei jeder Bewerbung gilt: gewissenhaft herangehen und sich Zeit nehmen. Wer nur halbherzig eine Bewerbung erstellt und nicht die nötige Seriosität walten lässt, darf sich nicht wundern, wenn jede Bewerbung zurückkommt. Eine formal korrekte sowie inhaltlich stimmige Bewerbung ist nun mal die erste Visitenkarte der jeweiligen Bewerberin bzw. Bewerbers.

Auch sollte insbesondere das Anschreiben der Bewerbungsunterlagen auf die jeweilige Stelle bzw. das Unternehmen zugeschnitten sein. Die Recherche hierfür sowie die individuelle Erstellung kann zwar Zeit in Anspruch nehmen, ist aber gut investiert. Kommen Bewerbungen zurück, ist es ratsam, die Unterlagen womöglich für weitere Bewerbungen anzupassen oder zu überarbeiten.

Nachfragen statt abwarten

Sind Bewerbungen abgeschickt, ist es empfehlenswert, nach rund zwei Wochen beim Unternehmen bzw. dem Ansprechpartner für die Stelle nachzuhaken – jedoch nicht aufdringlich zu sein. Es reicht schon nachzufragen, ob der Ansprechpartner die Bewerbung erhalten hat. So erhält der Bewerber ein erstes Feedback über den Status seiner Bewerbung (ob sie schon geprüft oder weitergeleitet wurde) und zeigt gleichzeitig, dass ihm die Bewerbung nicht egal ist und er an der Stelle sehr interessiert ist.

Checkliste beachten

Bei der Erstellung einer Bewerbung hilft die Verwendung einer Checkliste, damit auch nichts vergessen wird. Hier drauf sollte unbedingt das Anschreiben, der Lebenslauf, das Bewerbungsfoto sowie Arbeits-, Praktikums- und Schul- bzw. Ausbildungs- oder Studienzeugnisse (Anlagen) stehen.

Weitere Punkte sind, ob ein konkreter Ansprechpartner für die Bewerbung bekannt ist, ob man sich eingehend mit dem Unternehmen beschäftigt hat (Homepage anschauen) sowie, ob eine ordentliche Bewerbungsmappe vorliegt.


Teil 11: Das duale Studium - Zwischen Hörsaal und Betrieb
Teil 9: Die Motivation ist entscheidend
Teil 8: Gut vernetzt für die berufliche Karriere
Teil 7: Die Initiativbewerbung - Aktivität zeigen
Teil 6: Die Angst vor dem Vorstellungsgespräch besiegen
Teil 5: Das Bewerbungsgespräch - Die letzte Etappe
Teil 4: Die Anlagen - Qualität statt Quantität
Teil 3: Das Bewerbungsfoto - Bilder machen Leute
Teil 2: Der Lebenslauf - Mehr als nur eine Datensammlung
Teil 1: Tipps für ein ansprechendes Bewerbungsanschreiben

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