Durch Umschulung neue berufliche Türen öffnen

09.01.2018 Unzufriedenheit im alten Job, längere Arbeitslosigkeit oder der Wunsch nach neuen beruflichen Perspektiven - manche haben aufgrund komplizierter Lebenswege oder familiären Situationen die erste Chance im Berufsleben vertan. Die Gründe für eine Umschulung können also vielfältig sein. Doch eine Zweitausbildung nach den ersten Jahren im Job oder einer abgeschlossenen Erstausbildung kann die Lösung sein.

Die Bürowelt Hees in Siegen hat viel Erfahrung im Umschulen in den Bereichen der Lagerberufe, Büromanagement sowie IT-Bereichen. Ausbildungsleiter Gregor Kölsch ist zufrieden mit diesem Weg. Denn das Angebot an Um- und Ausbildung sorgt für eine gute Durchmischung im Altersschnitt.

Egal ob Jung oder Alt

Jung und Alt können von verschiedenen Lebenserfahrungen untereinander profitieren und voneinander lernen. Zudem können so zuverlässige Fachkräfte für das Unternehmen gewonnen werden. Denn die Umschüler bringen besonders viel Engagement und eine hohe Motivation mit. Sie wissen diese Chance zu schätzen und sehen eine Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln und auch mehr Geld als Fachkraft verdienen zu können.

Bis dahin gibt es in vielen Fällen finanzielle Unterstützung durch die Agentur für Arbeit. Bisher hat durch die gute Zusammenarbeit alles gut funktioniert, solange bestimmte Aspekte erfüllt wurden. Diese sind bei jedem Umschüler individuell zu bewerten und so muss auch die Umschulung angepasst werden. Denn nicht jeder bringt das gleiche Potenzial mit.

Umschüler trotz fehlendem Schulabschluss

Kölsch erzählt von einem älteren Umschüler ohne Schulabschluss. Nach der Schule schlug er sich mit verschiedensten Jobs durch. Bei Hees erhielt er die Möglichkeit, eine Umschulung zu absolvieren. Er hat den Abschluss mit guten Leistungen bestanden. Dazu erhielt er seinen Realschulabschluss, den er nebenher nachgeholt hatte.

Auch junge Menschen mit Migrationshintergrund erhalten hier eine Chance der beruflichen Integration. Ein Anwärter bei Hees lernt zurzeit noch fleißig Deutsch. Kölsch sieht in der Fremdsprachigkeit viele Chancen. So sind die neuen Mitarbeiter auch auf Englisch, Türkisch und anderen Sprachen fit.

Für nahezu jedes individuelle Problem gibt es verschiedene Maßnahmen. Schwierig wird nur die berufliche Integration, wenn psychische Krankheiten und spezifische Probleme dazukommen. Diese müssen zumeist vorher therapiert werden, damit einer erfolgreichen Umschulung nichts mehr im Wege steht.

Auf dem richtigen Weg

Doch Kölsch ist sich sicher: die bisherigen Umschulungen waren ein positiver Schritt in die richtige Richtung und wurde von bisherigen Umschülern mit guten Zensuren und reichlich Fachwissen erfolgreich gemeistert. Denn ein Weg in die Berufstätigkeit ist die Ausbildung. Ein anderer die Umschulung.

Bild: animaflora / fotolia.de




Alle Bewerbungstipps