Ausbildung zur Pflegefachkraft: Nora Grübener erzählt über ihren Weg, den Alltag und ihre Erfahrungen am Klinikum Siegen

Ausbildung zur Pflegefachkraft: Nora Grübener erzählt über ihren Weg, den Alltag und ihre Erfahrungen am Klinikum Siegen
Ausbildung zur Pflegefachkraft: Nora Grübener erzählt über ihren Weg, den Alltag und ihre Erfahrungen am Klinikum Siegen

Du interessierst dich für eine Ausbildung in der Pflege und möchtest wissen, was dich wirklich erwartet? Nora Grübener ist im 2. Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Pflegefachkraft am Klinikum Siegen. Im Interview erzählt sie ganz offen – und mit spürbarer Begeisterung – von ihrem Weg in den Beruf, den Herausforderungen und den Momenten, die den Job besonders machen.

Warum hast du dich für die Ausbildung zur Pflegefachkraft entschieden?

„Meine Mutter ist gelernte Krankenschwester, daher hatte ich schon einige Berührungspunkte mit dem Beruf. Um mir selbst ein genaueres Bild zu machen, habe ich dann einen Bundesfreiwilligendienst in der zentralen Notaufnahme gemacht. Dabei wurde mir schnell klar, dass ich diesen Beruf ergreifen möchte. Ich habe gemerkt, wie viel Spaß mir das macht – weil Pflege einfach viel mehr bedeutet als nur die Hilfe bei der Körperpflege. Es geht darum, Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen, ihnen zuzuhören und sie auch emotional zu begleiten. Dabei spielt auch die Kommunikation eine zentrale Rolle, durch die sich manche Probleme schon lösen lassen.  Also insgesamt ist es einfach die Begeisterung für die Vielseitigkeit des Berufs, würde ich sagen.“

Warum hast du dich für das Klinikum Siegen entschieden?

„Über eine Freundin meiner Mutter habe ich positive Einblicke bekommen. Dadurch wurde mein Interesse geweckt. Nach meinem Bundesfreiwilligendienst war dann für mich klar, dass ich dort die Ausbildung machen möchte. Mich hat vor allem die Atmosphäre überzeugt und die Unterstützung – zum Beispiel durch die Praxisanleitung. Man wird wirklich mitgenommen und kann sich fachlich und persönlich weiterentwickeln. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, nach meiner Ausbildung zur Pflegefachkraft langfristig am Klinikum Siegen zu bleiben und meine berufliche Laufbahn dort aufzubauen.“

Was ist für dich das Besondere an deinem Beruf?

„Definitiv die Kommunikation und die Arbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen. Jeder Patient bringt seine eigene Geschichte mit, eigene Herausforderungen und Ziele. Ich finde es spannend, wie individuell ich auf die Menschen eingehen, sie bestmöglich unterstützen und durch gute Kommunikation auch Ängste nehmen kann.“

Wie lief dein Bewerbungsprozess am Klinikum Siegen ab?

„Ich habe mich online beworben und wurde schnell zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Das Gespräch war angenehm und strukturiert. Die Zusage kam tatsächlich schon am selben oder am nächsten Tag. Insgesamt war der Prozess sehr unkompliziert.“

Hast du Tipps für zukünftige Bewerber?

„Sei einfach du selbst und verstelle dich nicht. Und informiere dich vorher, was eine Ausbildung zur Pflegefachkraft wirklich bedeutet. Es ist wichtig zu verstehen, dass man nicht nur medizinisch arbeitet, sondern vor allem in der Pflege tätig ist.“

Für wen ist die Ausbildung geeignet – und für wen eher nicht?

„Empathie ist ganz wichtig. Wer nicht gut mit Menschen umgehen kann oder viele Vorurteile hat, ist in der Pflege eher falsch. Man sollte offen sein, weil man mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun hat.“

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

„So richtig beschreiben kann man den Alltag nicht, weil er sehr abwechslungsreich ist. Nehmen wir mal den Frühdienst auf Station als Beispiel. Der beginnt meistens mit einer Übergabe der vorherigen Schicht an uns. Dann gehe ich zu den Patienten, erkundige mich nach ihrem Wohlbefinden, überprüfe die Vitalzeichen und dokumentiere alles. Danach folgt die Grundpflege, Frühstück verteilen, ärztliche Anordnungen umsetzen oder bei Visiten dabei sein, organisatorische Tätigkeiten und dann auch schon wieder das Verteilen und Einsammeln des Mittagessens. Am Ende gibt es wieder eine Übergabe an den Spätdienst. Aber keine Schicht ist wie die andere. Genau das macht den Beruf spannend.“

Wie gehst du mit belastenden Situationen in deinem Beruf um?

„Ich spreche mit Kollegen darüber, das hilft mir sehr. Ich hatte bisher immer jemanden, dem ich mich anvertrauen konnte. Wenn ich nach Hause komme, versuche ich bewusst, die Arbeit nicht mitzunehmen. Das ist wichtig, um langfristig gesund zu bleiben.“

Welche Fähigkeiten hast du während der Ausbildung zur Pflegefachkraft besonders weiterentwickelt?

„Vor allem meine Kommunikation hat sich stark verbessert. Außerdem trete ich heute viel selbstbewusster auf. In schwierigen Situationen muss man manchmal die Führung übernehmen, gerade wenn Patienten unsicher sind. Das habe ich auf jeden Fall gelernt.“

Gibt es besondere Angebote für Auszubildende?

„Ja, man spürt, dass viel Wert darauf gelegt wird, dass sich die Azubis gut im Klinikum einleben. Zum Beispiel organisiert die Praxisanleitung Kennenlerntage oder Spieleabende. Da können sich Azubis aus verschiedenen Bereichen austauschen. Außerdem gibt es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung, die sich für unsere Interessen einsetzt.“

Wie sieht das Gehalt nach der Ausbildung aus?

„Das variiert je nach Tarif und Arbeitgeber. In der Regel liegt es bei etwa 3000 bis 3600 Euro brutto im Monat – plus Zuschläge.“

Abschließende Frage: Was würdest du deinem Ich vor der Ausbildung raten?

„Ich würde mir sagen, dass ich nicht so aufgeregt sein muss, dass ich das gut schaffe und dass ich etwas entspannter an die Ausbildung herangehen darf.“

Vielen Dank an Nora Grübener für das spannende Gespräch und die intensiven Einblicke in ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft!

 Wenn du dich auch für eine Ausbildung oder einen Job am Klinikum Siegen interessierst, dann schau dir unbedingt die aktuellen Angebote dort an.


05. Mai 2026 05.05.26
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