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HERING Unternehmensgruppe: Ein Beispiel für gutes Arbeitgebermarketing in Südwestfalen

HERING Unternehmensgruppe: Ein Beispiel für gutes Arbeitgebermarketing in Südwestfalen

von der Südwestfalen Agentur

Die HERING Unternehmensgruppe aus Burbach – wer kennt sie nicht? Vielleicht denken Sie jetzt: Ich nicht! Und dass, obwohl sie sehr wahrscheinlich schonmal mit einem der vielen Produkte der verschiedenen Gesellschaften in Berührung gekommen sind: sei es in dem am Flughafen Frankfurt von HERING betriebenen MY CLOUD-Hotel, oder auf einer der vielen öffentlichen WC-Anlagen in Städten oder am Bahnhof. Und wenn Sie schonmal mit der Bahn unterwegs waren, sind Sie mit ziemlicher Sicherheit über eine von HERING verlegte Bahnschiene gefahren oder sind vielleicht sogar in der Hamburger Hafencity auf dem HERING-Systembahnsteig zugestiegen. Aber auch sonst haben Sie vielleicht schon HERING-Produkte gesehen, z.B. den federleichten und modern anmutenden Architekturbeton neu gebauter Häuserfassaden oder die transparenten Lärmschutzfassaden, die die Lebensqualität in Häusern in geräuschstarken Umgebungen verbessern

Sei es drum, vermutlich sind Sie einem oder mehreren Produkten der HERING Unternehmensgruppe schonmal begegnet – doch genauso wahrscheinlich wussten Sie nicht, dass dieser Hidden Champion aus dem kleinen Örtchen Burbach im Kreis Siegen-Wittgenstein kommt, und hier in unserer Region, im südlichsten Zipfel Südwestfalens, rund 550 Mitarbeiter:innen beschäftigt.

Teile der Hering-Belegschaft

Außer Sie sind aus der Baubranche – dann haben Sie vielleicht schon eher mal von dem „VonMorgenWerker“ gehört. Denn mit dieser Arbeitgebermarke ist die HERING Unternehmensgruppe 2018 an den Start gegangen und kann seitdem auf eine erfolgreiche Entwicklung und gesteigerte Markenwahrnehmung zurückschauen.

„Mittlerweile erhalten wir nicht selten Bewerbungen, in denen die Bewerber:innen sich wünschen ein „VonMorgenWerker“ zu werden. Dann weiß ich, dass wir mit der Marke alles richtig gemacht haben und im Markt angekommen sind. Und auch intern funktioniert sie: Unsere Mitarbeiter:innen bezeichnen sich oftmals selbst als ein „VonMorgenWerker“ – was kann es Schöneres geben?“

Isabelle Kirschke, Personalreferentin bei HERING

Und dann ging es los – in die interne und die externe Kommunikation. Zur Einführung wurde die neue Arbeitgebermarke in den Meetups der einzelnen Gesellschaften vorgestellt und jeder Mitarbeitende erhielt ein VonMorgenWerker-Paket mit nützlichen Goodies. Das bekommt übrigens auch jetzt noch jede:r neue Mitarbeiter:in beim Start im Unternehmen.

Maßnahmen der internen Kommunikation

Und wer noch mehr zu den Hintergründen wissen wollte, konnte sich jederzeit ein Video zur Entstehung und Bedeutung der neuen Arbeitgebermarke ansehen. Aber auch im täglichen Arbeitsalltag ist die Arbeitgebermarke präsent: An Touchpoints im Unternehmen und bei internem Schriftverkehr werden Logo und Slogan konsequent genutzt. Und nicht zu vergessen: Noch vor dem Einstieg werden auch in den Vorstellungsgesprächen Arbeitgebermarke und Benefits klar kommuniziert.

Um auch extern mit der Arbeitgebermarke durchzustarten, wurde das Karriereportal überarbeitet, sogar die neue Domain vonmorgenwerker.de registriert und natürlich auch die Social-Media-Profile entsprechend angepasst. Aber auch offline ist der VonMorgenWerker zu finden: in Printmedien und neuen, zielgruppengerechten Broschüren, bei Messeauftritten auf den Aufstellern und der Messekleidung und beim Sponsoring regionaler (Sport-)Veranstaltungen.

Trotz der sorgfältigen Vorbereitung und Einführung sowie Umsetzung der neuen Arbeitgebermarke fanden sich ein paar negative Stimmen im Unternehmen. Insbesondere gewerbliche Mitarbeiter:innen störten sich an dem Wort „Werker“. Dies, sowie die Überarbeitung des Corporate Designs, wurde nach 2 Jahren als Anlass genommen, die Arbeitgebermarke nochmal zu relaunchen. Dabei wurde aber am „VonMorgenWerker“ festgehalten – denn nicht jeder Gegenwind muss eine Umkehr bedeuten. HERING hat sich dafür entschieden, statt die Marke zu ändern, sie noch besser zu erklären und hat eine eigene Definition dafür aufgesetzt. So konnten sie die Bedeutung des (VonMorgen)Werkers noch klarer an die Belegschaft kommunizieren. Zusätzlich hat die Marke einen neuen Schriftzug und ein neues, moderneres Design erhalten – angepasst an das neue Corporate Design, aber dennoch mit eigenem Wiedererkennungswert als Arbeitgebermarke.

Relaunch der Arbeitgebermarke

Alles in allem kann man abschließend sagen, dass die HERING Unternehmensgruppe einen guten Arbeitgebermarketing-Prozess durchlaufen hat und am Ende eine erfolgreiche Arbeitgebermarke implementieren konnte. Dieses gute Beispiel zeigt auch, wie wichtig es beim Arbeitgebermarketing ist, immer dranzubleiben, denn eine Arbeitgebermarke muss kontinuierlich kommuniziert werden.

Sowohl negatives wie auch positives Feedback und beobachtete Kennzahlen sollten entsprechend zu Anpassungen, Erweiterungen oder eben auch Verstärkung der Aktivitäten führen. Das Beispiel von HERING zeigt, dass man so auch als (eher unbekanntes) KMU durch Arbeitgebermarketing erfolgreich Mitarbeiter:innen binden und finden kann. Die Erkenntnisse, die HERING für sich festgehalten hat, sind dabei für alle Unternehmen, die ein solches Ziel verfolgen, gültig:

  • Eine Arbeitgebermarke ist nicht statisch, sondern lebendig
  • Die eigenen Mitarbeiter:innen müssen abgeholt werden
  • Kommunikation erfolgt von innen nach außen, denn Mitarbeiter:innen sind die wichtigsten Markenbotschafter:innen
  • Man sollte auch den Mut haben, sich selbst kritisch zu hinterfragen
  • Dennoch nicht alles über Bord werfen, wenn mal Gegenwind kommt

Und übrigens: Wer noch mehr Live-Einblicke in eine spannende und erfolgreiche Arbeitgebermarke erhalten möchte, sollte bei der Veranstaltung

„Zu Gast bei… TSUBAKI Kabelschlepp GmbH“

am 24.08.2022 in Wenden-Gerlingen dabei sein! In diesem Format der Südwestfalen Agentur erleben Sie Unternehmen aus der Region und ihr Arbeitgebermarketing hautnah vor Ort.

Hier klicken für weitere Infos und den Link zur Anmeldung

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10.08.2022 Alle Blogs Nach Oben