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Für Sie getestet: Gamification-Recruiting mit Perspective-Funnels

Für Sie getestet: Gamification-Recruiting mit Perspective-Funnels

von der Südwestfalen Agentur

Gamification bringt frischen Wind ins Recruiting, wenn darum geht, die Aufmerksamkeit der jungen Zielgruppe zu wecken. Die Briloner Agentur kreativkarussell hat den Selbsttest gemacht und die Lead-Software Perspective eingesetzt, um junge, passive Talente für eine offene Stelle im Online Marketing zu begeistern. CEO und Gründer Oliver Vogel berichtet, wie er und sein Team vorgegangen sind; erfahren Sie auch, das einiges mehr an Neueinstellungen dabei herumgekommen sind, als eigentlich vorgesehen.

Was ist Gamification im Recruiting?

Als Gamification wird die Anwendung spiel­typischer Elementein einem spielfremden Kontext bezeichnet (Quelle: Wikipedia) Im Recruiting setzt man Gamification-Ansätze ein, um eine niederschwellige Kontaktplattform zu schaffen. Man umschifft zumindest am Anfang der Candidate Journey den üblichen Bewerbungsprozess, der mit dem Einreichen eines Bewerbungsanschreibens und eines Lebenslaufs seinen Anfang nimmt. Mit einem mobiloptimierten Design aktiviert man zudem junge Leute viel schneller.

Der Gamification-Ansatz beinhaltet, dass die Teilnahme am Verfahren Spaß macht und das Antworten belohnend wirkt. Die Teilnehmenden kommen Schritt für Schritt eine Stufe weiter und sind so motiviert, die nächste Frage zu beantworten. Und sie merkten dabei fast nicht, dass sie sich eigentlich bewerben.

Auf diese Weise hat das Recruiting von kreativkarussell Kandidatinnen und Kandidaten vorselektiert, um die Basis eines möglichst guten Matchings zu erhalten. Als erfolgreich galt ein Durchlauf, wenn die Person ihre Kontaktdaten angegeben hat.

Und was ist Perspective?

Perspective ist eine einfache browsergestützte Anwendung zur Segmentierung von Leads (im Sales ist das die Bezeichnung für potentielle Kund:innen) mittels eines Fragen-Funnels (Trichter). Leads sind in diesem Fall niemand anderes, als die Bewerbenden. Das Design des Funnels läuft dabei ausschließlich darauf hinaus, Frage für Frage geeignete Kandidat:innen „herauszufiltern“ – und umgekehrt: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen ein erstes Gefühl dafür, ob der  Job und das Arbeitsumfeld passen könnte. Per drag and drop geht die Erstellung eines individuellen Lead-Trichters mit Perspective sehr unkompliziert, zum Teil kostenlos.

Die Vorbereitung

1. Den Trichter bauen

Der Funnel enthielt mit sechs Stationen gerade so viele, um beidseitig einschätzen zu können, ob man zueinander passen könnte – abgefragt wurden Erfahrung, Motivation und Stärke, zudem ging es um Voraussetzungen, den Lebenslauf und schließlich die Kontaktdaten.

2. Funnel auf einer Landigpage platzieren

Zuvor aber musste der Bewerbenden-Funnel an die Zielgruppe ausgeliefert werden – erst wenn das gut gelingt, besteht die Chance, dass am Ende der Kontakt zur potentiellen personellen Verstärkung gelingt. Zu diesem Zweck wurde der Funnel auf einer Landingpage platziert und mit einer Stellenbeschreibung ergänzt.

Quelle: kreativkarussell

3: Aufmerksamkeit wecken

Diese Rolle übernahm ein kurzes Handyvideo, Hauptdarsteller waren zwei Mitglieder des Marketing-Teams, für das Verstärkung gesucht wurde – es war nicht viel mehr, als ein kurzer Aufruf, sich zu bewerben:

Quelle: kreativkarussell

Das Video wurde auf Facebook und Instagram platziert, die Landingpage verlinkt.

Wenn man an diese Stelle außerhalb des Kreises seiner Followerschaft wahrgenommen werden will, kommt man nicht umhin, Budget einzusetzen: So wurde der Post als gesponsorte Anzeige in den Feeds Zielgruppe ausgespielt.

Das Ergebnis

1. Der Erfolg

In den sechs Wochen der Recruiting-Kampagne haben zwölf Personen ihre Kontaktdaten eingegeben, den Trichter also bis zum Ende durchlaufen. Zudem wurden ganze 49 Bewerbungen über die Landingpage generiert. Daraus resultierten knapp 20 Vorstellungsgespräche und fünf Einstellungen – auch die vakante Stelle im Online Marketing wurde besetzt.

2. Die Kosten

Jeder gelungene Kontakt schlug mit 27 Euro zu Buche (CPC = Cost per Click).

3. Die Contras

Die Absprungrate war sehr hoch, nur 10 % haben am Ende ihre Kontaktdaten eingegeben. Und im zweiten Step musste dann doch eine Bewerbung mit Lebenslauf her, sonst wäre die Auswahl aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit zu schwer und die Streuverluste könnten zu groß ausfallen.

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Die Empfehlung: Nur Mut!

Der sekundäre Effekt, den eine Gamification-Maßnahme dieser Art hervorruft, ist beachtlich! Das Gesamtpaket ergibt eine völlig andere, neue Candidate Experience, die aus dem stark vereinheitlichten und oft sehr gleichförmigen Bewerbungsprozess, vor dem sich viele junge Leute scheuen, heraussticht. An der Zahl der eingegangenen Bewerbungen kann man ablesen, dass Gamification positiv auf die Arbeitgebermarke wirkt. Die Zielgruppe schätzt diesen anderen Ansatz, ordnet das Bild des Arbeitgebers im Gesamten positiv ein – das führt global zu mehr Bewerbungseingängen und hallt imagebildend nach.

Also, klare Empfehlung: Ausprobieren, wenn Sie Budget zur Verfügung haben – denn das sollte man investieren, damit die gute Idee auch bei der Zielgruppe ankommt! Um eine möglichst hohe Ausbeute zu haben, lohnt es sich, an dieser Stelle Unterstützung von Fachleuten in Anspruch zu nehmen, die eine homogene Kampagne gestalten und das Social-Media-Targeting exakt an der Zielgruppe ausrichten.

Melden Sie sich beim kreativkarussell und lassen Sie sich unverbindlich beraten!

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24.05.2022 Alle Blogs Nach Oben